Ablauf der homöopathischen Behandlung

Anamnese

Die Auswahl des homöopathischen Mittels für einen Patienten wird durch eine eingehende Befragung des Patienten (Homöopathische Anamnese) getroffen, die es dem Homöopathen ermöglicht, sich ein Bild zu verschaffen über die spezifischen Krankheitssymptome des Patienten, seine Gewohnheiten, Empfindlichkeiten z.B. gegenüber Wärme, Kälte, Wetter, Mond, Verlangen und Abneigungen und Unverträglichkeit gegenüber Nahrungsmitteln u.s.w. Auch die Vorerkrankungen des Patienten seit seiner Geburt und familiäre Erkrankungen werde mit einbezogen. Dieses Gesamtbild aus den spezifischen , individuellen Symptomen eines Patienten wird in Ähnlichkeit mit der Wirkung eines homöopathisch geprüften Arzneimittels gesetzt (Repertorisation und Mittelvergleich). Das Arzneimittel muss also passend auf das individuelle Krankheitsbild jedes einzelnen Patienten gesucht und verordnet werden. Ist das Mittel gefunden, wird dieses nach Verordnung des Homöopathen eingenommen. Für die Anamnese sollte der Patient viel Zeit mitbringen (mindestens 3 Stunden, Kinder 2 stunden).

Der klassisch arbeitende Homöopath verabreicht in der Regel immer nur ein homöopathisches Mittel (Einzelmittelhomöopathie). Damit wird verhindert, dass bestimmte Symptome verschleiert oder gar verschlechtert werden.

Wiedervorstellungsgespräch (Follow-Up)

Die Nachfolgebehandlungen (Follow-Ups) finden zu Beginn in ca 3- bis 4-wöchigem Abstand statt. Sie sollten sich wieder in der Praxis melden:

In den Follow-Ups wird abgeklärt, wie das homöopathische Mittel gewirkt hat. Bei günstigem Verlauf werden die Abstände zwischen den Follow-Ups dann immer größer.

Bei akuten Erkrankungen genügt meist ein deutlich kürzeres Gespräch, die Therapiekontrolle erfolgt je nach Zustand am gleichen oder nächsten Tag.

Wie lange dauert die homöopathische Behandlung und wie läuft sie ab?

Dies läßt sich nur im Einzelfall bestimmen. Die Behandlung kann zwischen einem Tag und mehreren Jahren, je nach Ausprägung des Krankheitsbildes, dauern. Anfangs kann es zu einer Erstreaktion kommen, die von vielen PatientInnen aber trotz der damit verbundenen Unannehmlichkeiten als positiv empfunden wird. Während des Behandlungsablaufs können auch frühere Symptome auftreten, die im Verlauf der Behandlung dann dauerhaft verschwinden.

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